Through the Woolves' Locker to the Sun Hill Top
29. November 2008
Schneebedeckter Sonnenberg. Minus 25 Grad. 13.30 Uhr, Winterzeit, die letzten treffen auf dem Gipfel ein. 13 gestandene Frauen und Männer habens bis oben geschafft – im Gepäck, neben Steigeisen und Eispickel: Frisbee und Gipfelwässerchen (später auch Zielwasser genannt).
Nach Kampf durch meterhohe Laubberge und steile Holztreppen kam die erste Aufgabe auf die 13 Gipfelstürmer zu:
Die Wolfsschlucht - Gespenstige Stille, nach und nach kämpfen sich die Tapferen mit ihren Frisbees voran. In tiefe Löcher und in steile Hänge müssen sie steigen – mit dem einen Ziel: In möglichst wenig Würfen den magischen Baum zu treffen. Flex, Freitags nicht im Ausgang, hat sein berühmtberüchtigtes Handgelenk dabei…unterschätzt aber die magische Abwehrkräfte des Baumes und verliert wertvolle Würfe zum Schluss.
Nach weiterem Marsch erreicht man die nächste Aufgabe: Ein Wegweiser weit oben im Wald soll ein verzauberter Prinz sein. Nur wer ihn mit einer Plastikscheibe, so die Sage, trifft, kann ihn erlösen: Angie, Iris, Kate, Lea und Mirjam fackeln nicht lange und schmeissen drauflos. Doch es ist Knüsi, angetrieben von einer übermächtigen Kraft, der die Stange in nur zwei Würfen trifft. Als Dankeschön erzählt der erlöste Prinz von einem alten Schatz. „Weit hinten im Wald gibt es einen Holzhaufen, unter dem etwas sehr wertvolles vergraben sein soll. Nur wer den Haufen exakt 13 Mal hart zu treffen vermag, der ist des Schatzes mächtig“.
Nichts wie hin. Angie, von Natur aus skeptisch, telefoniert während ihren Würfen kurzerhand mit einer Kollegin und prüft die Echtheit der Geschichte. Nur leidet ihre Zielgenauigkeit darunter, und so sind es andere, die den Schatz finden. Die Mühe hat sich gelohnt: Eine Hand voll des mysteriösen Zielwassers liegen da versteckt. Wer am meisten abbekommen hat, erfährt ihr am Schluss.
Die Freude hielt nicht allzu lange, denn schon stand man vor der nächsten, unlösbar scheinenden Aufgabe. So erschien plötzlich eine lange, dunkle Baumallee vor ihnen. Am anderen Ende, so erzählte Angie die Legende, steht ein alter Brunnen. Es ist der Brunnen der Weisheit. Man treffe den Baum daneben als erstes, und werde belohnt. Nur die wenigsten wagten es durch die Allee. Viele hatten zu sehr Angst, und nahmen den Weg übers Schneefeld. So auch Luki, der dies aber teuer bezahlte: Eine Hecke verschlang seinen Frisbee und brachte Luki ein fieses Geschenk: fiese Pluspunkte!
Es müssen wohl Stephan und Flex gewesen sein, die als Erste angekommen sind – ja waren sie es doch, die auf des Brunnens Dach an einem neuen Zielwasser tüftelten.
Sie konnten es gebrauchen, denn nur einen Schritt entfernt lag das nächste Ziel. Mit der schwachen Hand galt es, einen weiteren Baum zu erlegen. Knüsi, bis jetzt ein sicherer Wert, wurde Opfer dieser Verschwörung und fiel zurück. Aufholen konnten diesmal unsere Damen, so auch Iris, Kate und Lea – für einmal filigrane Technik statt urmächtige Kraft war gefordert – und schon versagten die meisten Herren.
Durchgefroren ging die Truppe weiter, und, oh schreck, standen erneut vor einer böse anmutenden Allee. Doch diesmal gab es keinen Ausweg, auf beiden Seiten lagen steile Felswände. „Keine Schlucht zu tief“, dachte sich Remo, und setzte seinen Knife in die Tiefen der Felswand. Doch auch Eduardo und Stephan folgten in die Abgründe. Am anderen Ende galt es, ein Kuhgatter zu durchbrechen. Ungestüm wie einige sind, schossen sie über das Ziel hinweg und mussten sich erneut vor das Gatter kämpfen. So auch Mirjam, die das Gatter nach getaner Arbeit laut Gerüchten in eine Kuhglocke verflucht haben soll.
Halb durchfroren zogen sie weiter. Es wartete die letzte grosse Aufgabe auf die Helden. Ein endloses Eisfeld lag vor ihnen, steil und voller Gletscherspalten. Am anderen Ende hing der heilige Topf. Ein Schuss in dessen Mitte und alle Qualen haben ein Ende! Blind vor Gier stürzten einige drauflos, Tschuli musste gar einen Umweg über die linke Flanke des Gletschers nehmen. Am Ende schafften auch diese Aufgabe alle, und waren erlöst von all den Strapazen.
Nach ermüdendem Abstieg hielt man im Basislager ein, Remos SAC-Hütte bot Wärme und Verpflegung. Bei wärmendem Holdrio und leckeren Spaghetti kürte Angie die Sieger des Wild Nature Golf. Und so sah es aus:

Flex hat mit seinem guten alten Handgelenk die Sache für sich entschieden (30 Würfe). Auf dem zweiten Platz folgen gleich drei: Allemit je 32 Würfen. Es folgt Luki Heini, der trotz Strafpunkten vorne mit dabei ist (35). Auf dem gleichem Platz ist auch Angie. Es folgt das Duell der Mr. Knifes: Remo (37) schlägt dabei Tschuli knapp (38). Stephan kam nicht richtig aus den Löchern, 40 Würfe. Den schönen Damen Mirjam (44), Lea (49), Iris (60) und Kate (63) ging der Prinz wohl nicht mehr ganz aus dem Kopf...
Doch noch hatte man nicht genug von Märchen, Zaubereien und bösen Bäumen. Werwölfe machten dir Runde – und Seherinnen, Wölfe, unschuldige Mädchen wurden durch den aufgebrachten Pöbel nur so ausgemerzt. Am Ende waren alle wieder ganz Mensch, und verliessen die Hütte Richtung heimeligem Bett. Und der eine oder andere wird vielleicht von bösen Wäldern und schönen Prinzen geträumt haben.